Wie Vorhofflimmern erkannt wird

Wenn ein Patient über unregelmäßigen Herzschlag, Müdigkeit oder plötzliche Schwäche klagt, vermutet der Kardiologe oft eine Herzrhythmusstörung – und dabei nicht selten Vorhofflimmern. Diese häufigste Form anhaltender Rhythmusstörungen im Alter lässt sich meist schnell und zuverlässig diagnostizieren.

Das Elektrokardiogramm (EKG) ist der Schlüssel zur Erkennung.

Es zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf und macht so fehlende oder chaotische Impulse im Vorhof sichtbar. Bei Vorhofflimmern zeigt das EKG typischerweise kein regelmäßiges P-Zacken-Muster – stattdessen wirkt die Linie „zitterig“ und unregelmäßig. Das ist für den erfahrenen Arzt ein deutlicher Hinweis.

Doch nicht immer ist das Vorhofflimmern ständig vorhanden. Manchmal tritt es nur gelegentlich auf – dann reicht ein Standard-EKG im Sprechzimmer nicht aus. In solchen Fällen setzt der Arzt einen Langzeit-EKG-Halter ein, der über 24 Stunden oder länger getragen wird. So kann selbst ein kurzer Vorfall erfasst werden.

Frühe Erkennung ist wichtig: Wer nicht behandelt wird, riskiert Komplikationen wie Schlaganfall. Doch mit der richtigen Diagnostik – angefangen beim einfachen EKG – lässt sich Vorhofflimmern frühzeitig erkennen und gezielt therapieren. Die Behandlung kann dann gezielt auf Blutverdünnung, Rhythmusnormalisierung oder Frequenzkontrolle abzielen.

Ein regelmäßiges Check-up, besonders ab 60 Jahren oder bei Vorbelastung, kann lebensrettend sein.

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