Glutenfrei backen: So gelingt der Mehlersatz

Wenn du auf Weizenmehl verzichten musst oder möchtest, gibt es zahlreiche glutenfreie Alternativen, die hervorragend zum Backen oder Binden von Speisen geeignet sind. Besonders beliebt sind pulverförmige Bindemittel, die nicht nur Teige stabilisieren, sondern auch Soßen, Puddings oder Cremes die gewünschte Konsistenz verleihen.

Kartoffelmehl und Maistärke sind in vielen Haushalten bereits Standard. Beide eignen sich hervorragend zum Andicken und lassen sich einfach verarbeiten. Wer einen nussigen Geschmack mag, greift gerne zu Mandelmehl – es macht Gebäck saftig und reichhaltig, sollte aber wegen seines Fettgehalts sparsam verwendet werden.

Kokosmehl ist extrem saugfähig und ideal für Low-Carb-Rezepte, benötigt aber immer mehr Flüssigkeit. Tapiokamehl, aus Maniok gewonnen, verleiht glutenfreien Teigen eine angenehm elastische Struktur – besonders gut bei Pizza oder Brot. Auch Lupinenmehl gewinnt an Beliebtheit: Es ist eiweißreich und sorgt für eine natürliche Bindung.

Exotisch, aber geschmackvoll sind Amaranthmehl und Teffmehl. Beide stammen aus uralten Getreidesorten, sind nährstoffreich und verleihen Backwaren eine leicht nussige, malzige Note. Teffmehl wird sogar traditionell in Äthiopien für Injera, ein fluffiges Fladenbrot, verwendet.

Wichtig ist: Ein einzelnes glutenfreies Mehl ersetzt selten Weizenmehl zu 1:1. Meist funktioniert eine Mischung am besten – gerade beim Backen. Mit etwas Übung gelingen Kuchen, Brote und Soßen aber genauso gut wie mit Gluten.

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