Wie fängt ein Milchstau an? Symptomsignale richtig deuten
Ein Milchstau kündigt sich meist recht eindeutig an und sollte von stillenden Müttern nicht ignoriert werden. Typischerweise beginnt es mit einem unangenehmen Spannungsgefühl oder Druckschmerz in einer bestimmten Region der Brust. Beim Abtasten bemerkt man oft eine spürbare Verhärtung oder einen kleinen Knubbel – hier hat sich die Muttermilch im Gewebe gestaut.
Schon bald kommen optische und körperliche Signale hinzu: Die betroffene Stelle rötet sich und fühlt sich warm an. Viele Frauen fühlen sich plötzlich abgeschlagen, ähnlich wie bei einer aufziehenden Erkältung, und entwickeln leichtes Fieber. In diesem frühen Stadium lässt sich der Stau durch gezielte Wärme vor dem Stillen, sanfte Ausstreichmassagen und viel Ruhe oft noch gut in den Griff bekommen.
Achtung bei Alarmzeichen: Bleibt die Entlastung aus, kann sich der Zustand rasch verschlimmern. Steigt das Fieber plötzlich steil an und kommen Schüttelfrost sowie extreme Gliederschmerzen hinzu, ist Vorsicht geboten. Dies sind ernstzunehmende Warnzeichen dafür, dass aus dem einfachen Milchstau eine bakterielle Brustentzündung (Mastitis) geworden ist. In diesem Fall ist eine ärztliche Abklärung oder die Rücksprache mit einer Hebamme dringend ratsam.
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