Wie sich Flashbacks bei PTBS anfühlen

Stellen Sie sich vor, Sie sind mitten in einer ruhigen Situation – vielleicht sitzen Sie im Park, trinken einen Kaffee oder sprechen mit einem Freund. Plötzlich, ohne Vorwarnung, ist alles anders. Die Umgebung verschwimmt, und Sie sind nicht mehr im Hier und Jetzt. Stattdessen sind Sie schlagartig zurück in einem Moment, den Sie längst verdrängt glaubten.

Genau so fühlen sich Flashbacks bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) an. Viele Betroffene beschreiben sie als „Erinnerungsblitze“ oder „Rückblenden“, bei denen das Trauma mit voller Wucht wiederkommt. Es ist nicht nur die Erinnerung an etwas Schlimmes – es ist das Gefühl, es tatsächlich noch einmal zu erleben.

Die Angst, die damals übermächtig war, kehrt zurück: Todesangst, Atemnot, zitternde Hände, das Gefühl, keine Kontrolle mehr zu haben. Manche Menschen schreien auf, andere erstarren. Oft wissen sie erst danach wieder, wo sie sind. Diese Momente können Sekunden, manchmal aber auch Minuten andauern – und hinterlassen ein tiefes Gefühl von Erschöpfung und Hilflosigkeit.

Was von außen oft wie eine übertriebene Reaktion wirkt, ist für die Betroffenen eine reale Erfahrung. Der Körper reagiert, als wäre die Gefahr gegenwärtig. Genau das macht PTBS so belastend: Das Gehirn hat das Trauma noch nicht verarbeitet, und so bricht es immer wieder in die Gegenwart ein.

Wichtig ist: Hilfe ist möglich. Mit Therapie können viele lernen, mit den Flashbacks umzugehen und langsam wieder Sicherheit im Alltag zu finden. Das Trauma bleibt, aber es verliert mit der Zeit an Macht.

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