Wie sich eine Panikattacke anfühlt
Plötzlich ist da dieses Gefühl: das Herz rast, als wollte es aus der Brust springen. Viele, die eine Panikattacke erleben, beschreiben genau dieses Herzrasen als eines der verstärkendsten Symptome. Es kommt meist unerwartet – oft ohne erkennbaren Grund – und fühlt sich an, als würde der Körper in Sekunden von völliger Ruhe in einen Alarmzustand katapultiert.
Das Herz schlägt nicht nur schneller, manchmal auch unregelmäßig. Herzstolpern oder ein drückendes Gefühl in der Brust sind häufige Begleiter. Dazu kommen oft Atemnot, Schweißausbrüche, Zittern oder das Gefühl, nicht mehr richtig wahrzunehmen, was um einen herum passiert. Manche haben Angst, verrückt zu werden oder im nächsten Moment sterben zu müssen.
Doch trotz der heftigen körperlichen Reaktionen: Eine Panikattacke ist kein Herzinfarkt, auch wenn sich das so anfühlen kann. Der Körper befindet sich in einem extremen Zustand der Übererregung – der sogenannte „Kampf-oder-Flucht-Modus“ läuft auf Hochtouren. Das Nervensystem reagiert, als gäbe es akute Gefahr, obwohl keine da ist.
Die Attacken dauern meist nur Minuten, selten länger als eine halbe Stunde. Danach bleibt oft Erschöpfung zurück – und die Sorge, es könnte wieder passieren. Wer häufig unter solchen Anfällen leidet, sollte nicht schweigen. Mit der richtigen Unterstützung – etwa durch Therapie oder Entspannungstechniken – lässt sich das Leben wieder ruhiger gestalten. Denn Panik bedeutet nicht Schwäche, sondern einen überempfindlichen Schutzmechanismus, der gelernt hat, falsch zu reagieren.
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