So funktioniert die Toilette an Bord

Die Bordtoilette auf einem Schiff unterscheidet sich deutlich von einer Haushalts-WC. Sie arbeitet mit einem geschlossenen System, das speziell für den Einsatz auf dem Wasser entwickelt wurde. Beim Spülen wird entweder Trinkwasser oder Seewasser über eine Hand- oder Elektropumpe in das WC-Becken geleitet. Dieses Wasser hilft, den Abfall in einen sogenannten Fäkalientank zu transportieren.

Der Fäkalientank ist ein wasserdichter Behälter, der die Abwässer sicher sammelt und lagert. Er befindet sich meist im Schiffsrumpf und hat ein begrenztes Fassungsvermögen. Ist der Tank voll, muss er an einer dafür vorgesehenen Entsorgungsanlage – etwa im Hafen – ordnungsgemäß geleert werden. Es ist gesetzlich verboten, Fäkalien im offenen Gewässer zu entsorgen, weshalb dieser geschlossene Kreislauf unerlässlich ist.

Wichtig ist auch die richtige Handhabung: Nach jedem Gebrauch sollte die Pumpe zunächst ansaugen, um das Becken zu spülen, danach wird die gleiche Pumpe genutzt, um den Inhalt in den Tank zu drücken. Auf diese Weise wird verhindert, dass Rückstände im Schlauchsystem verbleiben und Gerüche entstehen.

Regelmäßige Reinigung des Tanks und der Leitungen mit speziellem Toilettenentlüftern hält das System hygienisch und funktionsfähig. Wer die Bordtoilette richtig bedient und pflegt, vermeidet nicht nur unangenehme Gerüche, sondern schützt auch die Umwelt – eine saubere Sache also, sowohl an Bord als auch in der Natur.

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