Wie gefährlich ist ein Blutdruck von 170?

Ein gemessener Wert von 170 mmHg (systolisch) ist ein deutliches Warnsignal des Körpers. In der medizinischen Klassifikation fällt dieser Wert in den Bereich des mittelschweren Bluthochdrucks (Hypertonie Grad 2). Zum Vergleich: Ein optimaler Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg oder darunter. Werte ab 140/90 mmHg gelten als milder Bluthochdruck, während ab 180/110 mmHg von einer schweren Hypertonie gesprochen wird.

Ein einmalig erhöhter Wert von 170 bedeutet nicht gleich akute Lebensgefahr, da der Blutdruck durch Stress, körperliche Anstrengung oder Aufregung kurzfristig stark ansteigen kann. Gefährlich wird es jedoch, wenn dieser Zustand dauerhaft anhält. Chronisch hoher Blutdruck schädigt unbemerkt die Gefäßwände und erhöht das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden massiv.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der hohe Blutdruck von Symptomen wie starken Kopfschmerzen (oft im Hinterkopf), Schwindel, Sehstörungen, Kurzatmigkeit oder einem Engegefühl in der Brust begleitet wird. In solchen Fällen oder wenn der Wert trotz Ruhe weiter steigt und sich der Grenze von 180 nähert, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht oder der Notruf alarmiert werden, um eine hypertensive Krise auszuschließen.

Wer regelmäßig Werte um die 170 misst, sollte dies unbedingt ärztlich abklären lassen. Durch eine gezielte Kombination aus Lebensstiländerungen – wie salzarmer Ernährung, Gewichtsreduktion und regelmäßiger Bewegung – sowie gegebenenfalls einer maßgeschneiderten medikamentösen Therapie lässt sich der Blutdruck meist gut und sicher in den gesunden Normbereich senken.

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