Wie gefährlich sind Achatschnecken wirklich?

Was viele nicht wissen: Die scheinbar harmlosen Achatschnecken, besonders die Riesen-Achat (Achatina fulica), können erhebliche Gesundheitsgefahren bergen. Besonders in tropischen und subtropischen Regionen ist die Gefahr real, dass diese Tiere einen parasitären Fadenwurm – Angiostrongylus cantonensis – in sich tragen.

Der Parasit ist für den Menschen nicht direkt übertragbar durch Berührung, doch wenn infizierte Schnecken oder deren Schleim unbeabsichtigt aufgenommen werden – etwa über verschmutztes Gemüse oder beim Spielen mit Kindern –, kann es zu einer schweren Erkrankung kommen. Der Wurm wandert ins zentrale Nervensystem und kann eine sogenannte eosinophile Meningitis, also eine entzündliche Reaktion der Hirnhaut, auslösen.

Bei Erwachsenen äußert sich das oft in heftigen Kopfschmerzen, Übelkeit und neurologischen Störungen. Bei Kleinkindern kann die Infektion besonders gefährlich sein – in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich. Deshalb sollten Achatschnecken keinesfalls als Haustiere für Kinder gehalten werden, und Hände immer gründlich gewaschen werden, nachdem man die Tiere angefasst hat.

Auch wenn solche Fälle in gemäßigten Klimazonen selten sind, wächst die Vorsicht mit der Verbreitung exotischer Haustiere. Wer eine Achat hält, sollte sie sicher unterbringen, niemals freilassen und stets hygienische Vorsichtsmaßnahmen beachten. Die Tiere sind nicht giftig – doch die Risiken sollten nicht unterschätzt werden.

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