Umgang mit MRSA-Patienten in der Praxis

Der Nachweis von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) erfordert im Praxisalltag gezielte Hygienemaßnahmen, um eine Weiterverbreitung des Keims zu verhindern. Da die Übertragung hauptsächlich über direkten Kontakt oder kontaminierte Flächen erfolgt, spielt ein durchdachtes Raum- und Zeitmanagement eine zentrale Rolle.

Um das Infektionsrisiko im Wartezimmer zu minimieren, sollten MRSA-besiedelte Patienten so kurz wie möglich im allgemeinen Wartebereich verweilen. Am besten werden betroffene Personen unmittelbar nach ihrem Eintreffen direkt in einen separaten Behandlungsraum geführt. Dadurch wird der Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten effektiv vermieden.

Organisatorisch ist es besonders ratsam, Termine für betroffene Patienten an das Ende der Sprechstunde zu legen. Dies erleichtert die anschließende, gründliche Flächendesinfektion und Reinigung des Raumes erheblich. Zusammen mit einer konsequenten Händedesinfektion lässt sich der Praxisablauf somit sicher und hygienisch gestalten.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen