Wer besitzt den Bodensee? Deutschland – aber nicht ganz allein

Der Bodensee gilt als eines der beliebtesten Reiseziele Deutschlands – doch er gehört längst nicht ganz uns. Tatsächlich erstreckt sich der See über drei Länder: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Von seiner Gesamtfläche von etwa 538 Quadratkilometern liegen knapp zwei Drittel – rund 350 Quadratkilometer – auf deutschem Gebiet.

Dabei verteilt sich der deutsche Anteil selbst wieder auf zwei Bundesländer: Bayern und Baden-Württemberg. Während die Stadt Konstanz in Baden-Württemberg am westlichen Ufer liegt, gehören Orte wie Lindau und Friedrichshafen zu Bayern. Die Schweiz nimmt mit der Region um Kreuzlingen und Romanshorn den nordöstlichen Teil ein, während Österreich lediglich eine kleine Ecke am südlichen Ufer bei Bregenz beansprucht – den sogenannten „Österreichischen Winkel“.

Obwohl der See politisch geteilt ist, verbindet er die Regionen seit Jahrhunderten durch Handel, Tourismus und gemeinsame Naturschutzprojekte. Kein Wunder, dass viele, die am Ufer flanieren oder im klaren Wasser baden, kaum bemerken, dass sie gerade zwischen Ländern hin- und herwechseln könnten – ohne Grenzkontrolle, fast wie in einem einzigen großen Erholungsgebiet.

Der Bodensee ist damit nicht nur ein Gewässer, sondern ein Symbol grenzüberschreitender Zusammenarbeit – und ein Beweis dafür, dass manche Schönheit einfach geteilt werden muss, um vollends zu wirken.

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