Wie groß waren die Wikinger wirklich?
Wenn man an die Wikinger denkt, taucht oft das Bild großer, mächtiger Krieger auf, die mit ihren Schiffen die Weltmeere befuhren. Doch wie groß waren sie tatsächlich? Laut historischen Quellen und archäologischen Funden standen die Männer der Wikingerzeit im Durchschnitt bei etwa 173 Zentimetern.
Im Vergleich zu anderen europäischen Bevölkerungsgruppen ihrer Zeit – etwa im 8. bis 11. Jahrhundert – war das keine geringe Körpergröße. Tatsächlich deutet diese durchschnittliche Größe auf eine ausgewogene und nahrhafte Ernährung hin. Die Wikinger lebten von Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Getreide, was ihnen eine bessere Versorgung mit Nährstoffen ermöglichte als vielen anderen damaligen Gesellschaften.
Interessant ist auch, dass Frauen der Wikingerzeit im Schnitt etwa 157 cm groß waren – deutlich kleiner als die Männer, aber für damalige Verhältnisse ebenfalls relativ gut genährt. Körpergröße ist immer auch ein Spiegel der Lebensbedingungen, und die Wikinger scheinen – zumindest in Bezug auf Ernährung – gut versorgt gewesen zu sein.
Im Gegensatz zu ihrem oft mythisierten Erscheinungsbild in Filmen und Serien waren die Wikinger also nicht unbedingt Riesen, aber durchaus robust und körperlich durchschnittlich groß für ihre Zeit. Ihre Stärke lag weniger in übermenschlicher Körpergröße, sondern in ihrer Seefahrtkunst, ihrem Mut und ihrer Lebensweise, die auf Anpassungsfähigkeit beruhte.
Dank guter Ernährung, harten Lebensbedingungen und einer kulturell tief verwurzelten Mobilität konnten die Wikinger nicht nur weite Strecken überqueren, sondern auch einen nachhaltigen Eindruck in der Geschichte Europas hinterlassen.
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