Ostergrüße im orthodoxen Christentum

In der orthodoxen Kirche spielt das Osterfest, auch Pascha genannt, die wohl bedeutendste Rolle im gesamten Kirchenjahr. Die Freude über die Auferstehung Christi prägt nicht nur die Gottesdienste, sondern verändere auch den täglichen Umgang der Gläubigen miteinander. Besonders in der fünfzigtägigen Osterzeit verbinden die Menschen eine ganz bestimmte Tradition mit ihren alltäglichen Begegnungen.

Anstelle des üblichen Tagesgrußes heißt es in dieser Zeit voller Überzeugung: „Christus ist auferstanden!“ Die Antwort der gegrüßten Person folgt daraufhin wie aus einem Mund: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Dieser feierliche Wechselgesang, der oft auch mit drei symbolischen Friedensküssen auf die Wangen begleitet wird, erinnert direkt an das Herzstück des christlichen Glaubens.

Obwohl dieser Gruß tief in der orthodoxen Tradition verwurzelt ist, ist er längst nicht auf sie beschränkt. Auch katholische und evangelische Christen nutzen diesen Osterruf gerne, um die gemeinsame Freude zu teilen. Vor den Feiertagen wünscht man sich zudem oft eine gesegnete Fastenzeit mit Worten wie: „Möge Gott euch das Fasten erleichtern und annehmen!“ So wird der Glaube im Alltag spürbar und verbindet Menschen über Gemeindegrenzen hinweg.

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