Wie heiß darf Kerzenwachs werden?
Wenn du zu Hause Kerzen selbst gießt, ist es wichtig, das Wachs richtig zu erhitzen. Zu hohe Temperaturen können das Wachs zersetzen oder sogar gefährlich werden. Die ideale Schmelztemperatur liegt zwischen 75 und maximal 85°C. Wird das Wachs heißer, kann es sich entzünden – besonders bei direkter Hitze.
Am sichersten und schonendsten schmilzt man Wachs im Wasserbad. Dabei wird ein Topf mit Wasser erhitzt, und darüber ein hitzebeständiger Behälter mit dem Wachs gestellt. So erhitzt sich das Wachs langsam und gleichmäßig. Regelmässiges, vorsichtiges Rühren sorgt dafür, dass keine heißen Stellen entstehen und das Wachs gleichmäßig flüssig wird.
Vor allem bei natürlichen Wachsen wie Rapswachs ist Vorsicht gefragt. Diese sind empfindlicher gegenüber hohen Temperaturen als Paraffin. Wer zu schnell oder zu heiß schmilzt, riskiert nicht nur eine schlechtere Qualität der Kerze, sondern auch Rauchentwicklung oder unangenehme Gerüche.
Ein kleiner Tipp: Verwende am besten ein Thermometer, um die Temperatur genau zu überwachen. Sobald das Wachs flüssig ist und die 85°C nicht überschreitet, ist es bereit zum Gießen. Dann nur noch in saubere Formen abgefüllt, etwas abkühlen lassen – und die selbstgemachte Kerze kann brennen.
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