Die zwölf Jünger Jesu – Wer waren sie?
Die zwölf Jünger, auch Apostel genannt, waren die engsten Begleiter Jesu während seines öffentlichen Wirkens. Obwohl sie oft als „Die zwölf“ bezeichnet werden, ist die genaue Reihenfolge und Zusammensetzung in den Evangelien leicht unterschiedlich überliefert. Dennoch gibt es eine klare Kerngruppe, die in allen Berichten vorkommt.
Simon Petrus, ein Fischer, war neben seinem Bruder Andreas einer der ersten, den Jesus berief. Beide kamen aus Betsaida. Auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, gehörten zu den engsten Vertrauten Jesu. Sie wurden „Blitzsöhne“ genannt, weil sie leidenschaftlich und impulsiv waren.Weitere Jünger waren Philippus, Nathanael (auch Bartolomäus genannt), Matthäus (früher der Zöllner Levi), Thomas, bekannt als „der Zweifler“, sowie Simon der Zelot, ein Anhänger einer aufständischen Bewegung. Judas Iskariot war der zwölfte – und bekannt als der, der Jesus verriet. Der Name „Iskariot“ deutet möglicherweise auf seinen Herkunftsort oder seine Rolle hin.
Eine Besonderheit: Der zweite Jakobus, Jakobus, Sohn des Alphäus, wird manchmal mit dem Jakobus, dem Bruder des Herrn, gleichgesetzt, obwohl dies nicht sicher ist. Auch Judas Thaddäus – nicht zu verwechseln mit Judas Iskariot – gehörte zu den Zwölf und wird in einigen Texten als „Judas, Sohn des Jakobus“ bezeichnet.
Die Jünger kamen aus einfachen Verhältnissen – Fischer, Zöllner, Handwerker – und wurden doch zu Trägern einer Botschaft, die die Welt verändern sollte. Jesus wählte sie nicht wegen ihres Rufs oder ihres Wissens, sondern um durch sie sein Reich sichtbar zu machen.
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