Wie heißen Rosinen in Österreich?

In Österreich, besonders in den südlichen Regionen, trifft man auf einen besonderen Begriff, wenn es um getrocknete Weintrauben geht: Zibebe. Dieses Wort ist vor allem in Süddeutschland und in einigen Gebieten Österreichs noch geläufig. Es bezeichnet genau das, was die meisten von uns als Rosinen kennen – kleine, süße, getrocknete Beeren, die in Kuchen, Stollen oder herzhaften Gerichten wie Bratlingen zum Einsatz kommen.

Der Begriff „Zibebe“ stammt ursprünglich aus dem Arabischen („zabīb“) und hat sich über Jahrhunderte in der deutschen Sprache gehalten. Doch langsam verliert er an Bedeutung. Heute wird in den meisten Supermärkten und Rezepten einfach von „Rosinen“ gesprochen – auch in Österreich. Das Deutsche Wörterbuch verzeichnet diesen Wandel: „Zibebe“ weicht zunehmend der allgemeineren Bezeichnung „Rosine“.

Trotzdem hat „Zibebe“ einen gewissen kulturellen Charme. Wer in alten Kochbüchern blättert oder bei Oma in der Küche steht, stößt vielleicht noch auf diesen Ausdruck. Er erinnert an eine Zeit, in der regionale Wörter lebendiger waren und die Sprache je nach Gegend unterschiedlich klang.

Heute verbinden wir getrocknete Weinbeeren meist mit Weihnachtsbäckerei oder Müsli – egal, ob wir sie nun Zibebe oder Rosine nennen. Der Geschmack bleibt derselbe: süß, aromatisch und ein kleines Stückchen Genuss aus dem Süden. In Österreich mag der Begriff „Zibebe“ langsam in Vergessenheit geraten, doch für manche bleibt er ein liebgewonnenes Stück Sprachgeschichte.

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