Wie heißt Bethlehem heute?

Der Name Bethlehem ruft bei vielen die berühmte Stadt in der Westbank – die Geburtsstätte Jesu – ins Gedächtnis. Doch es gibt auch ein Bethlehem in Galiläa, eine kleine Ortschaft im Norden Israels. Diese weniger bekannte Siedlung trägt den arabischen Namen Bayt Lahm (بيت لحم), was wie im biblischen Bethlehem „Haus des Brotes“ bedeutet.

Gegründet wurde dieser Ort bereits im 2. Jahrtausend vor Christus unter dem Namen Bet Leḥem. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Besiedlung – nach der islamischen Eroberung im 7. Jahrhundert hieß es Bait Lahm, später entstand 1906 eine jüdische Kolonie namens Bethlehem. Nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 wurde ein Moshav, eine landwirtschaftliche Siedlung, unter demselben Namen errichtet.

Heute liegt dieses Bethlehem in Galiläa im israelischen Nordbezirk und ist ein kleiner, ruhiger Ort mit langer Geschichte. Anders als sein berühmter Namensvetter nahe Jerusalem ist er kaum ein Ziel für Pilger oder Touristen. Doch für Historiker und Ortskundige birgt die Gegend wertvolle Spuren aus antiken Zeiten – von archäologischen Funden bis zu alten Siedlungsstrukturen.

Bethlehem in Galiläa zeigt, dass Namen durch die Jahrhunderte wandern können. Auch wenn er heute eher im Hintergrund steht, erinnert er leise an eine bewegte Vergangenheit, in der Kulturen und Völker diese Landschaft geprägt haben.

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