Der edle Gorgonzola: Ein Klassiker aus Italien
Gorgonzola – dieser Name weckt bei Käseliebhabern sofort Bilder von cremigem, duftendem Blauschimmelkäse, der auf Brot oder über Nudeln gelegt ein wahres Geschmackserlebnis wird. Hergestellt wird er in Norditalien, vor allem in der Lombardei und im Piemont, und genießt seit Jahren das geschützte Ursprungszeichen DOP, das für authentische Herkunft und Qualität steht.
Was den Gorgonzola so besonders macht, ist der sogenannte Edelschimmel Penicillium roqueforti, der dem Käse sein charakteristisches Aussehen und Aroma verleiht. Dieser Pilz ist übrigens derselbe, der auch in Roquefort-Käse aus Frankreich steckt – kein Wunder also, dass sich die beiden im Geschmack leicht ähneln. Doch der Gorgonzola hat seinen eigenen Stil: Je nach Reifegrad bietet er entweder eine mild-cremige (Dolce) oder eine kräftig-würzige (Piccante) Note.
Die Herstellung erfolgt traditionell aus Kuhmilch, die sorgfältig verarbeitet und mit dem Schimmelpilz versetzt wird. Anschließend wird der Käse mehrere Wochen bis Monate lang gelagert, wobei sich die typischen grünblauen Adern im Inneren bilden. Diese Adern sind kein Fehler, sondern das Markenzeichen eines echten Gorgonzola.
Ob auf einer Käseplatte, in einer Risottoschüssel oder einfach so zum Genießen – Gorgonzola passt hervorragend zu süßen Begleitern wie Feigen oder Honig, aber auch zu kräftigem Rotwein. Ein Stück italienische Käsekultur, das überzeugt – nicht zuletzt dank seiner jahrhundertealten Tradition und handwerklichen Sorgfalt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.