MRSA: Der gefürchtete Krankenhauskeim

In Kliniken und Pflegeeinrichtungen sorgt ein mikroskopisch kleiner Erreger seit Jahren für große Sorge: das Bakterium Staphylococcus aureus, besser bekannt unter dem Kürzel MRSA. Die Abkürzung steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus. Das Besondere und zugleich Gefährliche an diesem Keim ist seine ausgeprägte Widerstandskraft gegenüber gängigen Medikamenten.

Während einfache Staphylokokken bei vielen gesunden Menschen völlig harmlos auf der Haut oder in der Nase siedeln, wird MRSA vor allem für geschwächte Personen zur ernsthaften Bedrohung. Gelangt der Erreger über Wunden, Katheter oder Operationsschnitte in den Körper, kann er schwere Infektionen auslösen. Dazu gehören hartnäckige Wundheilungsstörungen, Lungenentzündungen oder im schlimmsten Fall eine lebensbedrohliche Blutvergiftung. Das zentrale Problem liegt in der Resistenz gegen Methicillin und viele weitere Antibiotika, wodurch Standardtherapien wirkungslos bleiben.

Um die Ausbreitung von MRSA im Klinikalltag wirksam zu verhindern, setzen medizinische Einrichtungen auf kompromisslose Hygiene. Eine konsequente Händedesinfektion, das Tragen von Schutzkleidung sowie gezielte Screenings bei der Aufnahme von Risikopatienten sind entscheidend, um den Erreger frühzeitig zu isolieren und Infektionsketten zu unterbrechen.

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