Wie hoch sind die Chancen bei einer Kinderwunschbehandlung?

Die Hoffnung auf ein Kind ist groß – doch wenn der natürliche Weg nicht klappt, spielen Methoden wie künstliche Befruchtung eine wichtige Rolle. Die Erfolgschancen hängen stark von der gewählten Methode ab. Bei einer IVF (In-vitro-Fertilisation) liegt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, durchschnittlich zwischen 15 und 20 Prozent pro Versuch. Gleiches gilt für das ICSI-Verfahren, bei dem eine einzelne Samenzelle direkt in die Eizelle eingespritzt wird – eine häufige Behandlung bei männlicher Unfruchtbarkeit.

Noch spezifischer wird es bei ICSI nach einer TESE oder MESA, also wenn Spermien direkt aus den Nebenhoden oder dem Hoden entnommen werden. Hier sinkt die Erfolgsrate leicht und bewegt sich zwischen 10 und 15 Prozent. Auch das liegt oft an der begrenzten Qualität der gewonnenen Spermien.

Interessant ist auch der Kryotransfer – die Einsetzung eingefrorener, befruchteter Eizellen. Wird ein Ei im sogenannten Vorkernstadium eingefroren, liegt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Versuch bei 8 bis 12 Prozent. Diese Zahlen zeigen: Jedes Verfahren hat seine Stärken, doch die individuelle Situation – Alter, Gesundheit, Ursache der Unfruchtbarkeit – spielt eine entscheidende Rolle.

Wichtig ist: Auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick nicht hoch erscheinen, bedeutet jeder Versuch einen Schritt näher ans Ziel. Viele Paare benötigen mehrere Anläufe, bis eine Schwangerschaft eintritt. Die Fortschritte in der Reproduktionsmedizin machen Mut – und für viele wird der Kinderwunsch letztendlich doch wahr.

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