Wie hoch ist eine gute gesetzliche Rente?

Wer sich auf die gesetzliche Rente verlässt, sollte wissen: Die Höhe hängt stark von der individuellen Erwerbsbiografie ab. Besonders langfristig Versicherte – also Menschen, die 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben – erhalten im Durchschnitt 1.513 Euro im Monat. Doch hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: Männer kommen dabei auf durchschnittlich 1.701 Euro, Frauen hingegen nur auf 1.270 Euro. Diese Lücke erklärt sich oft durch Unterbrechungen in der Erwerbstätigkeit, etwa aufgrund von Elternzeit oder Teilzeitarbeit.

Auch wer „nur“ 35 Jahre lang eingezahlt hat, kann eine solide Rente erwarten. Der Durchschnitt hier liegt bei 1.117 Euro. Auch hier fällt der Unterschied zwischen den Geschlechtern deutlich aus: Männer erhalten im Schnitt 1.411 Euro, Frauen dagegen 918 Euro. Der Grund: Frauen sind oft seltener in Vollzeit beschäftigt oder haben Berufsauszeiten, was sich langfristig auf die Rente auswirkt.

Die gesetzliche Höchstrente liegt deutlich über diesen Durchschnittswerten, wird aber nur selten erreicht. Sie hängt von der Beitragsbemessungsgrenze ab und lag 2023 bei knapp unter 3.000 Euro im Westen und etwa 2.700 Euro im Osten. Doch nur wer über Jahrzehnte hinweg maximal verdient und eingezahlt hat, erreicht diese Summe.

Fazit: Eine „gute“ gesetzliche Rente ist oft keine sehr hohe Rente – besonders für Frauen. Wer im Alter mehr Sicherheit möchte, sollte daher frühzeitig an zusätzliche Vorsorge denken.

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