Wie schnell schlägt das Herz bei Herzrasen?
Plötzlich setzt ein heftiges Herzklopfen ein – viele Menschen kennen das beunruhigende Gefühl von Herzrasen. Besonders bei einer anfallsartigen Vorhoftachykardie schlägt das Herz dann nicht nur schneller, sondern oft deutlich zu schnell und unregelmäßig.
Während eines solchen Anfalls liegt der Puls meist zwischen 180 und 200 Schlägen pro Minute. Zum Vergleich: Ein normaler Ruhepuls liegt bei gesunden Erwachsenen zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute. Was bedeutet, dass das Herz bei einem Anfall fast doppelt so schnell arbeitet wie sonst – und das kann sehr belastend sein.
Betroffene berichten oft von einem „Herdentreiben“ im Brustkorb, dazu können Schwindel, Brustenge, Atemnot oder ein allgemeines Schwächegefühl kommen. Manche fühlen sich regelrecht überfordert – nicht selten steigt auch die Angst, weil die Symptome einem Herzinfarkt ähneln können.
Wichtig zu wissen: Vorhoftachykardie ist zwar in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich, aber sie sollte ärztlich abgeklärt werden. Denn über die Zeit kann die anhaltende Beschleunigung des Herzrhythmus die Herzfunktion beeinträchtigen. Auch das Risiko für einen Schlaganfall steigt leicht an, da sich bei dauerhafter Vorhofflimmern – einer möglichen Weiterentwicklung – Blutgerinnsel bilden können.
Wenn du häufiger Herzrasen hast, vor allem wenn es plötzlich beginnt und mit anderen Beschwerden einhergeht, sprich mit deinem Arzt. Mit einer gezielten Diagnostik – etwa per Langzeit-EKG – lässt sich die Ursache gut erkennen. Und meist gibt es effektive Behandlungen, die helfen, den Takt wieder zu normalisieren.
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