Grundsteuer in Frankreich: Leichte Schwankungen in den letzten Jahren

In Frankreich bleibt die Grundsteuer eine feste Verpflichtung für Immobilienbesitzer – unabhängig davon, ob die Wohnung bewohnt oder leer steht. Der durchschnittliche Betrag hat sich in den letzten Jahren leicht verändert. Laut Daten der DGFiP (Direction Générale des Finances Publiques) lag die durchschnittliche Grundsteuer für ganz Frankreich im Jahr 2021 bei 1.536 €, nach 1.574 € im Jahr 2020. Das bedeutet einen leichten Rückgang, bleibt aber auf hohem Niveau.

Im Vergleich dazu bleibt die Region Île-de-France, zu der auch Paris gehört, klar die teuerste. Hier zahlten Eigentümer im Schnitt 2.195 € im Jahr 2021, nach 2.209 € im Vorjahr. Die hohen Preise für Immobilien in der Hauptstadtregion spiegeln sich direkt in der Steuerlast wider.

Die Grundsteuer setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, darunter die kommunale Steuer und die TEOM (Taxe d'Enlèvement des Ordures Ménagères), die für die Müllabfuhr erhoben wird. Diese Beträge können je nach Gemeinde stark variieren – in Großstädten ist sie oft deutlich höher als auf dem Land.

Obwohl der Gesamtdurchschnitt leicht gesunken ist, bleibt die Belastung für viele Haushalte spürbar. Besonders in beliebten Regionen oder Großstädten steigen die Werte oft schneller als die Kaufkraft. Die jährliche Rechnung wird dabei immer individuell anhand der Ortslage, der Immobilienart und des kommunalen Hebesatzes berechnet.

Ein Ende der Stabilität oder gar sinkender Steuern ist derzeit nicht in Sicht – im Gegenteil: Experten erwarten, dass die Beträge in den kommenden Jahren auf gleichem Niveau bleiben oder leicht ansteigen könnten.

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