Wie erkennt man Texte von ChatGPT?

Immer häufiger liest man Texte, die von KI-Tools wie ChatGPT verfasst wurden – manchmal merkt man es sofort, manchmal kaum. Doch es gibt einige Anzeichen, die verraten können, ob ein Text nicht von einem Menschen stammt.

Ein deutlicher Hinweis ist das, was Fachleute „Halluzinationen“ nennen: Der Text erfindet Fakten, zitiert nicht existierende Studien oder nennt falsche Daten, die überzeugend klingen, aber nicht stimmen. Das passiert, weil das Modell darauf trainiert ist, sprachlich korrekt zu antworten, nicht unbedingt wahrheitsgemäß.

Auch der Tonfall kann auffällig sein. Wenn jemand in einer lockeren E-Mail oder einem persönlichen Beitrag plötzlich einen ungewöhnlich formellen oder steifen Stil verwendet, wirkt das oft unnatürlich. Ein Satz wie „Ich hoffe, diese Nachricht erreicht Sie in bester Gesundheit“ klingt merkwürdig – besonders von einem Kollegen, der sonst „Hi, alles klar?“ schreibt.

Dazu kommt eine Tendenz zu überkomplexen Satzkonstrukten. ChatGPT liebt lange Nebensätze, Wiederholungen und Füllwörter, um Inhalt zu generieren. Dadurch wirken Texte manchmal geschwollen oder schwer lesbar, selbst wenn es um einfache Themen geht.

Das bedeutet nicht, dass KI schlecht schreibt. Im Gegenteil: Oft ist der Text flüssig und gut strukturiert. Aber gerade in informellen Kontexten fällt die fehlende Authentizität auf – die kleinen Fehler, die menschliche Sprache ausmachen, fehlen einfach. Wer genau hinschaut (oder liest), erkennt den Unterschied meist doch.

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