Cortisol richtig testen: Wann und wie wird der Wert bestimmt?

Cortisol, oft als das wichtigste Stresshormon des Körpers bezeichnet, übernimmt zahlreiche Aufgaben im Stoffwechsel und Immunsystem. Wenn der Verdacht auf eine Störung der Nebennierenfunktion besteht, lässt sich der Cortisolspiegel im Blut bestimmen.

Bei dieser Untersuchung spielt der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Die Ausschüttung des Hormons unterliegt einem natürlichen Tagesrhythmus: Der Spiegel erreicht in den frühen Morgenstunden seinen Höchstwert und fällt im Laufe des Tages schrittweise ab. Aus diesem Grund erfolgt die klassische Blutabnahme in der Regel morgens gegen 08:00 Uhr, um eine verlässliche Aussage über die maximale Konzentration zu erhalten.

Neben der Blutuntersuchung in einer Praxis existieren je nach medizinischer Fragestellung weitere Testverfahren. Cortisol lässt sich beispielsweise auch im Speichel oder über einen 24-Stunden-Sammelurin messen. Speicheltests eignen sich besonders gut, um den Verlauf über den Tag oder den Wert am späten Abend zu überprüfen. Für ein unverfälschtes Ergebnis sollte vor der Probenentnahme körperlicher und seelischer Stress möglichst vermieden werden.

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