Wie man „langsam“ steigert

Das Wort langsam beschreibt eine geringe Geschwindigkeit – zum Beispiel, wenn jemand gemächlich durch den Park spaziert oder ein Auto vorsichtig durch eine Wohnstraße fährt. Doch wie steigert man dieses Adjektiv richtig im Deutschen?

Im Komparativ wird aus „langsam“ das Wort langsamer. Das verwendet man, wenn man zwei Dinge oder Personen miteinander vergleicht. Zum Beispiel: „Der alte Mann geht langsamer als der Junge.“ Hier wird klar, dass eine Person noch langsamer ist als die andere.

Beim Superlativ lautet die richtige Form am langsamsten. Diese Stufe zeigt die höchste Steigerung an – jemand oder etwas ist in einer Gruppe von mehreren der Langsamste. Ein typischer Satz könnte lauten: „Im Wettlauf war er am langsamsten.“

Interessant ist, dass „langsam“ zu den regelmäßigen Adjektiven gehört, die im Komparativ ein „-er“ und im Superlativ ein „-sten“ anhängen. Außerdem steht im Superlativ meist die Präposition „am“ – daher „am langsamsten“ und nicht einfach „der langsamste“, obwohl letzteres in bestimmten Fällen auch möglich ist, wenn das Bezugswort klar ist.

Wichtig ist auch der Gebrauch: Während „langsam“ neutral sein kann, hat „am langsamsten“ manchmal eine leicht negative oder ironische Note – etwa wenn jemand zu spät kommt oder sich nicht beeilt. Doch in anderen Kontexten, wie etwa bei einer Entspannungsübung, kann „langsam“ auch positiv besetzt sein.

Wer seine Deutschkenntnisse verfeinern möchte, sollte solche Steigerungsformen ruhig öfter im Alltag verwenden – am besten langsam und mit Bedacht.

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