Wie man erkennt, ob Küken im Ei noch leben
Beim Brüten von Hühnereiern ist es wichtig, regelmäßig zu schauen, ob sich die Embryonen gesund entwickeln. Eine Methode, um das herauszufinden, heißt Schieren – dabei leuchtet man mit einer hellen Taschenlampe oder einem speziellen Schiergerät von unten gegen das Ei.
Ein lebendes Küken zeigt sich im Ei durch feine Adernetzstrukturen und manchmal sogar durch leichte Bewegungen. Nach etwa fünf bis sieben Tagen sollte man bereits eine klare Blutwolke oder kleine Adern erkennen können. In den folgenden Tagen wird das Ei immer dunkler, weil der Embryo wächst.
Doch Vorsicht: Wenn das Ei sehr dunkel ist, aber die Luftblase ungewöhnlich groß erscheint und sich beim Vorsichtig-Drehen im Inneren bewegt, ist das oft ein schlechtes Zeichen. Das deutet darauf hin, dass der Embryo abgestorben ist. Bei einem gesunden Ei bleibt die Luftblase an der stumpfen Seite oben fixiert – sie verändert sich nur langsam während des Wachstums.
Ein weiteres Warnzeichen ist ein sogenannter „Dreher“ – ein totes Ei, bei dem sich die Luftblase nicht mehr oben befindet, weil das Innere nicht mehr fest ist. Solche Eier sollten aus dem Brutkasten entfernt werden, um Fäulnis und mögliche Explosionen zu verhindern.
Regelmäßiges Schieren, etwa alle fünf bis sieben Tage, hilft, den Brutverlauf zu überwachen und nur lebensfähige Eier weiterzubrüten. Mit etwas Übung erkennt man bald den Unterschied zwischen einem gesunden, wachsenden Küken und einem Ei, das keine Hoffnung mehr trägt.
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