Wie lange ist Lärm von 90 dB sicher?

Ein Schalldruck von 90 dB liegt zwischen den typischen Pegeln einer lauten Musikanlage und dem Rattern einer U-Bahn in der Nähe. Laut Arbeitsschutz gilt: Je lauter der Lärm, desto kürzer sollte die Dauer der Aussetzung sein, um Dauerschäden an den Ohren zu vermeiden.

Die Regel ist einfach: Bei 94 dB beträgt die maximale zulässige Einwirkzeit nur noch eine Stunde pro Tag. Bei 91 dB steigt sie auf zwei Stunden, bei 88 dB auf vier Stunden und bei 85 dB – der üblichen Obergrenze am Arbeitsplatz – auf acht Stunden. Da 90 dB zwischen 91 und 88 dB liegen, ergibt sich daraus eine ungefähre Grenze von etwa drei bis dreieinhalb Stunden, ohne Gehörschutz.

Das bedeutet: Wer regelmäßig mit Lärm um 90 dB zu tun hat – etwa beim Rasenmähen, im Werkstattbetrieb oder auf Konzerten – sollte nicht länger als ein paar Stunden ungeschützt ausgesetzt sein. Ohne Schutz kann es bereits nach kürzerer Zeit zu Dauerschäden kommen, da das Innenohr überlastet wird.

Um das Risiko zu senken, empfiehlt es sich, Pausen einzulegen oder Gehörschutz wie Ohrstöpsel zu nutzen. Vor allem bei wiederholter Belastung ist Vorsicht wichtig – denn Hörverlust entwickelt sich oft schleichend und bleibt zunächst unbemerkt.

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