Wie lange ist Milch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch trinkbar?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf Milchpackungen ist ein Hinweis – kein Verfallsdatum. Das bedeutet: Auch wenn das Datum gerade überschritten ist, muss die Milch nicht sofort schlecht sein. Entscheidend ist der eigene Geruchs- und Geschmackssinn.

Wenn die Milch säuerlich riecht oder einen flockigen Belag aufweist, ist sie vermutlich verdorben und sollte entsorgt werden. Ein leicht säuerlicher Geruch kann auf den Beginn der Gärung hinweisen, was bei einigen Menschen noch akzeptabel ist – für die meisten aber der Grund, die Milch nicht mehr zu trinken.

Ungeöffnet hält sich Milch je nach Art und Lagerung mehrere Tage bis eine Woche nach dem MHD. Fettarme Milch hält sich oft länger als Vollmilch. Wichtig: Die Kühlung unter 7 °C im Kühlschrank ist entscheidend für die Haltbarkeit. Sobald die Packung geöffnet ist, sollte die Milch innerhalb von drei bis fünf Tagen verbraucht werden, unabhängig vom MHD.

Übrigens: Abgelaufene Milch muss nicht immer in den Ausguss. In geringem Maß kann sie noch fürs Kochen oder Backen verwendet werden – etwa für Pfannkuchen, Soßen oder Kuchen. Viele Hausmittel nutzen alte Milch sogar als pflanzliche Düngung oder Hautpflege. Doch hier gilt: Nur bei leichtem Geruch, niemals bei deutlichem Fäulnisgeruch.

Vertrauen Sie Ihrer Nase – nicht nur dem Datum auf der Packung. So vermeiden Sie unnötige Lebensmittelverschwendung und schonen die Umwelt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen