Wie lange bekommt man Arbeitslosengeld, wenn man über 50 ist?
Die Dauer, für die man Arbeitslosengeld (in Deutschland Alg I) beziehen kann, hängt maßgeblich vom Alter und der vorherigen versicherungspflichtigen Beschäftigung ab. Wer über 50 ist, hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf längere Bezugszeiten als jüngere Arbeitnehmer.
Um überhaupt Arbeitslosengeld beziehen zu können, muss man innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Arbeitslosmeldung mindestens 12 Monate lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Je länger diese Beitragszeit und je höher das Lebensalter, desto länger die Bezugsdauer – und das ab 50 steigt die maximale Anspruchsdauer deutlich an.
So beträgt die maximale Anspruchsdauer bei Erreichen des 50. Lebensjahres bereits 15 Monate, sofern man mindestens 30 Monate versicherungspflichtig gearbeitet hat. Wer das 55. Lebensjahr vollendet hat und mindestens 36 Monate Beiträge gezahlt hat, kann sogar bis zu 18 Monate Arbeitslosengeld erhalten.
Wer älter ist und eine längere Erwerbsbiografie vorweisen kann, profitiert also von längeren Sicherungen. Es ist außerdem wichtig, sich unverzüglich nach Verlust des Arbeitsplatzes bei der Agentur für Arbeit arbeitslos zu melden, um Ansprüche nicht zu gefährden.
Die genaue Dauer hängt individuell von der persönlichen Beschäftigungshistorie und dem genauen Zeitpunkt der Antragstellung ab. Wer unsicher ist, sollte sich daher direkt bei der Arbeitsagentur beraten lassen.
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