Kurz gesagt
Grundsätzlich wird die Familienbeihilfe bis zum Ende des 24. Lebensjahres gezahlt. Für Studierende und Lernende gilt diese Grenze strikt, es sei denn, das Kind ist schwerbehindert.
Das Wichtigste
- Anspruch besteht bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres.
- Unterrichtsfreie Zeiten oder Ausbildungslücken sind zulässig.
- Studierende müssen das Studium in angemessener Zeit absolvieren.
- Bei schwerer Behinderung kann die Beihilfe länger gezahlt werden.
In Österreich wird die Familienbeihilfe so lange gezahlt, bis das Kind das 24. Lebensjahr vollendet hat. Diese zeitliche Grenze ist der entscheidende Faktor, unabhängig davon, ob das Kind noch zur Schule geht, eine Lehre absolviert oder studiert. Es gibt keinen festen Endtermin nach der Ausbildung; das Alter ist das Kriterium.
Ausbildung und Lücken
Der Anspruch besteht auch dann, wenn zwischen zwei Ausbildungen, etwa zwischen der Schule und einer Lehre oder einem Studium, eine kurze Lücke entsteht. Solange das Kind unter 24 Jahre alt ist und sich in einer anerkannten Ausbildung befindet, bleibt die Beihilfe bestehen. Auch Zeitfenster, in denen keine aktive Ausbildung stattfindet, sind zulässig, sofern die allgemeinen Voraussetzungen wie das Wohnsitzland und die Einkommensgrenzen eingehalten werden.
Besonderheiten für Studierende und Behinderung
Für Studierende gilt, dass das Studium innerhalb einer angemessenen Zeit abgeschlossen werden muss. Wird diese Zeitspanne deutlich überschritten, kann der Anspruch erlöschen, bevor das 24. Lebensjahr erreicht ist. Eine wichtige Ausnahme besteht bei Kindern mit schwerer Behinderung. In diesen Fällen kann die Familienbeihilfe unter bestimmten Voraussetzungen auch über das 24. Lebensjahr hinaus weitergezahlt werden, da hier das Alter nicht zwingend als Grenze gilt. Die Auszahlung erfolgt monatlich über den Familienlastenausgleichsfonds, wobei der Antrag in der Regel einmalig gestellt wird, wenn das Kind in Österreich lebt oder die Eltern hier steuerpflichtig sind.
Häufige Fragen
Gilt die 24-Grenze auch für Lehrlinge?
Ja, auch für Lehrlinge endet der Anspruch grundsätzlich mit der Vollendung des 24. Lebensjahres, sofern die Lehre in angemessener Zeit absolviert wird.
Was passiert bei einer Arbeitspause nach der Schule?
Kurze Lücken zwischen der Schulausbildung und einer weiteren Ausbildung oder einem Studium sind zulässig und führen nicht automatisch zum Verlust der Beihilfe.
Wann endet die Beihilfe bei Studierenden?
Entweder mit dem 24. Geburtstag oder wenn das Studium nicht in einer als angemessen geltenden Zeit abgeschlossen wird, je nachdem, was früher eintritt.
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