Wie lange bleibt Plastik im Meer?
Plastik verschwindet nicht einfach – im Meer bleibt es bis zu 200 Jahre lang erhalten. Selbst wenn es durch Sonne und Wellen brüchig wird, zersetzt es sich nicht wirklich. Stattdessen zerbricht es nur in immer kleinere Stücke: Mikroplastik. Dieses bleibt über Jahrhunderte in der Umwelt und gelangt in die Nahrungskette – von der Alge bis zum Fisch, und letztlich auch auf unseren Teller.
Wenn Plastikmüll erst einmal in die Tiefsee sinkt, verlangsamt sich der Zersetzungsprozess extrem. Die kalten Temperaturen und das Fehlen von UV-Licht sorgen dafür, dass eine Plastikflasche dort locker 100 bis 200 Jahre überdauern kann. In dieser Zeit kann sie Tiere gefährden, die sie irrtümlich für Nahrung halten.
Ein erschreckendes Beispiel ist der Große pazifische Müllstrudel: eine riesige Ansammlung von Plastikabfällen mitten im Pazifischen Ozean, größer als manche Länder. Selbst wenn wir heute sofort mit der Plastikproduktion aufhören würden, bliebe der bereits freigesetzte Müll noch Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, ein Problem.
Die gute Nachricht: Jeder von uns kann etwas tun. Weniger Einwegplastik nutzen, Mehrwegprodukte wählen und sorgfältig entsorgen – das macht langfristig einen Unterschied. Denn je weniger Plastik in die Natur gelangt, desto weniger bleibt am Ende hundert Jahre lang im Meer liegen.
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