Elternzeit in den USA: Ein Thema mit hohen Hürden
Im Gegensatz zu Deutschland ist Elternzeit in den USA kein gesetzlich verankertes Recht, das vielen Eltern Sicherheit gibt. Während deutsche Eltern bis zu drei Jahre lang einen kündigungsgeschützten Anspruch auf Erziehungsurlaub haben und bis zu 14 Monate Elterngeld beziehen können, sieht die Lage jenseits des Atlantiks deutlich härter aus.
In den USA gibt es kein bundesweites Recht auf bezahlte Elternzeit. Das Familien- und Krankenpflegegesetz (Family and Medical Leave Act) ermöglicht lediglich bis zu zwölf unbezahlte Wochen Freistellung – und das nur für Arbeitnehmer:innen, die in größeren Unternehmen beschäftigt sind und bereits ein Jahr dort tätig sind. Viele Menschen können sich diese unbezahlte Pause schlichtweg nicht leisten.
Ohne staatliche Unterstützung bleibt bezahlte Elternzeit oft Privileg von Angestellten in gut bezahlten Branchen – besonders im Tech- oder Finanzbereich. Doch für Millionen Arbeitnehmer:innen in Teilzeit- oder Niedriglohnberufen ist ein längeres Aussetzen der Arbeit nach der Geburt eines Kindes schlicht unmöglich.
Die Diskussion über bezahlte Elternzeit in den USA wird immer lauter. Während einige Bundesstaaten wie Kalifornien oder New York eigene Modelle mit teilweise bezahlter Freistellung eingeführt haben, bleibt die Situation im Landesdurchschnitt ungleich und oft unfair. Elternzeit bleibt dort noch immer oft eine Privatsache – und für viele eine schwierige Abwägung zwischen Familie und finanzieller Existenz.
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