Wie lange bekommst du bei Krankheit weitergezahltes Gehalt?
Wenn du krank bist und nicht arbeiten kannst, sorgt in Deutschland der Gesetzgeber dafür, dass du finanziell abgesichert bist. In den ersten sechs Wochen einer Arbeitsunfähigkeit erhältst du von deinem Arbeitgeber dein volles Gehalt weitergezahlt. Diese Regelung nennt sich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und gilt für mindestens sechs Kalenderwochen – unabhängig davon, ob du in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung bist.
Doch was passiert danach? Ist die Erkrankung länger andauernd, springt die Krankenkasse ein. Ab dem siebten Tag nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung wird dir dann Krankengeld gezahlt. Dieses beträgt in der Regel bis zu 90 Prozent deines netto entgangenen Verdienstes. Der genaue Betrag hängt von deinem Einkommen und deiner Versicherung ab, aber meist reicht es aus, um den Lebensunterhalt weiterhin zu sichern.
Wichtig ist: Das Krankengeld wird maximal für eine Dauer von 78 Wochen gezahlt – und das nicht nur direkt im Anschluss an die Lohnfortzahlung, sondern insgesamt innerhalb eines Zeitraums von 15 Monaten. Das bedeutet: Selbst wenn du zwischendurch wieder gearbeitet hast, zählt die 78-Wochen-Frist weiter, solange die Gesamterkrankungsdauer nicht länger als 15 Monate beträgt.
Die meisten Menschen wissen nicht, dass diese Regelung automatisch greift, sobald die richtigen Unterlagen – wie die Krankschreibung – beim Arbeitgeber und bei der Krankenkasse vorliegen. Es lohnt sich daher, frühzeitig Bescheid zu geben und alle Schritte korrekt abzulaufen. So bleibt der Fokus auf der Genesung – nicht auf Bürokratie.
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