Wann kann man Glucke mit Küken zu den anderen Hühnern lassen?

Wer Hühner hält, kennt das rührende Bild: Eine Glucke mit ihrem Nachwuchs im Schlepptau. Doch viele Fragen sich, wann es sicher ist, die kleine Familie wieder zur Herde zu bringen.

Die Antwort liegt in der natürlichen Verhaltensweise der Hennen. Eine Glucke, die Küken brütet, steigt in der Hackordnung oft deutlich auf. Sie wird beschützender und bestimmter – und andere Hühner spüren das. Dank ihres starken Instinkts verteidigt sie ihre Küken so gut, dass ranghohe Hennen meist respektvoll Abstand halten.

Deshalb ist es oft schon nach 3 bis 4 Wochen möglich, die Glucke mit ihrem Nachwuchs langsam wieder zur übrigen Schar zu gesellen. Wichtig ist dabei, den Übergang behutsam zu gestalten. Beobachte das Verhalten der Tiere: Zeigt die Glucke Anzeichen von Unruhe oder Aggression anderer Hühner, gib ihnen mehr Zeit. Ein Zaun, durch den alle sich erst einmal sehen und riechen können, hilft beim Ankommen.

Ein zu langes Trennen ist meist nicht nötig – im Gegenteil: Die Küken profitieren davon, früh in die Gruppe integriert zu werden. Dort lernen sie das Hühnerleben, erkennen Gefahren und finden bald ihren Platz in der Hierarchie.

Die Natur sorgt also oft besser vor, als wir denken. Mit etwas Geduld und Beobachtungsgabe gelingt der Zusammenschluss meist problemlos.

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