Wie lange kann der Mensch schlafen?
Die Frage, wie lange ein Mensch schlafen sollte – oder überhaupt kann –, beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Dabei zeigt sich: Schlafbedürfnis ist hoch individuell. Dennoch gibt es gewisse Richtwerte, an denen man sich orientieren kann.
Experten sind sich weitgehend einig: Für die meisten Erwachsenen ist ein Schlaf von sieben bis acht Stunden ideal. „Das Optimum liegt bei etwa sieben bis 7,5 Stunden“, erklärt der Schlafforscher Bernd Fietze. Wer regelmäßig länger schläft, etwa mehr als neun Stunden, könnte laut Studien ein leicht erhöhtes Risiko für gesundheitliche Probleme haben – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer höheren Sterblichkeitsrate.
Doch wie viel ist eigentlich machbar? Der längste dokumentierte Schlaf bei einem Erwachsenen ohne medizinische Störung liegt bei etwa 14 bis 16 Stunden – aber das ist extrem selten. Über mehrere Tage hinweg ist ein Dauerschlaf von mehr als zehn Stunden pro Nacht nicht nachhaltig und wird vom Körper meist nicht toleriert. Selbst „Langschläfer“ mit einem natürlichen Bedürfnis nach längerem Schlaf kommen selten über neun Stunden hinaus.
Interessant ist auch: Wer regelmäßig mehr als zehn Stunden schläft, sollte besser zum Arzt gehen. Denn langes Schlafen kann auf zugrunde liegende Erkrankungen wie Depressionen, Schlafapnoe oder Schilddrüsenunterfunktion hinweisen.
Am Ende zählt, wie man sich fühlt: Wer nach acht Stunden ausgeruht aufwacht, ist meist gut im Takt. Wer ständig müde ist – egal ob nach sechs oder zwölf Stunden –, sollte seinen Schlaf einmal genauer unter die Lupe nehmen.
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