Wie lange hält ein Piepen im Ohr an?

Fast jeder kennt das: Plötzlich ist da ein leises Pfeifen, Klingeln oder Rauschen im Ohr – und meistens verschwindet es genauso schnell, wie es kam. Solche kurzen Phasen von Ohrgeräuschen sind meistens harmlos und können tatsächlich ganz ohne erkennbaren Grund auftreten. In der Regel dauern sie nur wenige Sekunden bis maximal eine Minute und sind kein Grund zur Sorge.

Bei manchen Menschen kehren diese Geräusche jedoch häufiger zurück oder bleiben sogar länger bestehen. Hält das ständige Piepen oder Summen länger als drei Monate an, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Hörleitung geschädigt ist – oft spielen auch Stress, Verspannungen im Nacken oder übermäßiger Lärm eine Rolle.

Interessant ist, dass viele Betroffene den Tinnitus besonders in ruhigen Momenten wahrnehmen, etwa abends im Bett. Je mehr Aufmerksamkeit man den Geräuschen schenkt, desto störender wirken sie. Deshalb ist es wichtig, nicht in Angst zu verfallen. Bei anhaltenden Beschwerden ist jedoch ein Besuch beim HNO-Arzt sinnvoll, um mögliche Ursachen abzuklären.

Ganz wichtig: Kurzzeitiges Piepen ist normal. Erst wenn es dauerhaft wird und das Wohlbefinden beeinträchtigt, sollte man handeln. Mit der richtigen Unterstützung lässt sich auch ein chronischer Tinnitus besser bewältigen – viele Menschen lernen, gut damit zu leben.

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