Wie lange hält Taubheitsgefühl nach lauter Musik an?

Nach einem lauten Konzert oder einem ausgiebigen Clubbesuch kennt das fast jeder: das Gefühl, als sei das Ohr zugestopft, die Umgebung klingt dumpf, und im schlimmsten Fall piept es leise im Hintergrund. Diese Symptome sind oft Zeichen einer akuten Lärmschwerhörigkeit, die nach starkem Lärm auftreten kann.

Glücklicherweise ist das Ohr in den meisten Fällen in der Lage, sich wieder zu erholen. Innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag normalisiert sich das Hörvermögen oft von selbst. Das Ohrenpiepen (Tinnitus) nach dem Konzert kann etwas länger anhalten, verschwindet aber bei vorübergehender Belastung meist ebenfalls. Wichtig ist, dem Ohr danach Ruhe zu gönnen – also keine Kopfhörer, kein lauter Fernseher, am besten Stille oder leise Musik.

Anders sieht es aus bei einem sogenannten Knalltrauma, etwa durch eine Explosion, einen Böller oder plötzlichen Schallpegel wie einen Schuss in unmittelbarer Nähe. Hier können Schäden schneller und dauerhafter sein. Bleiben Symptome wie Taubheit, Druckgefühl oder anhaltendes Piepen länger als 24 bis 48 Stunden bestehen, sollte unbedingt ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Denn dann könnte eine schalltraumatische Schädigung vorliegen, die unbehandelt zu Dauerschäden führen kann.

Prävention ist daher wichtig: Bei lauten Veranstaltungen helfen Ohrstöpsel, die den Klang gleichmäßig dämpfen, ohne das Erlebnis zu verderben. Wer regelmäßig laute Musik hört oder Konzerte besucht, tut seinen Ohren mit etwas Vorsicht einen großen Gefallen – auch, wenn die Musik noch so gut war.

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