MRSA im Alltag: Wie lange überleben die gefährlichen Keime?

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Bakterien, kurz MRSA, sind längst nicht mehr nur ein Problem in Krankenhäusern. Immer häufiger treten diese widerstandsfähigen Keime auch außerhalb von Kliniken auf und besiedeln das häusliche Umfeld.

Besonders Angehörige und Mitbewohner von Infizierten tragen den Erreger oft unbemerkt auf der eigenen Haut oder den Schleimhäuten. Eine Studie zeigt, dass sich MRSA-Bakterien in Haushalten über Monate oder sogar Jahre hinweg halten können. Auf Oberflächen wie Handtüchern, Türklinken oder Möbeln überleben sie problemlos und werden so immer wieder zwischen Familienmitgliedern ausgetauscht.

Auf der menschlichen Haut selbst kann der Problemkeim ebenfalls über Wochen bis Monate verbleiben. Solange die Hautbarriere intakt ist und das Immunsystem funktioniert, verursacht er meist keine Beschwerden. Gelangt MRSA jedoch über kleine Schnittwunden oder OP-Nähren in den Körper, kann dies zu schwer verheilenden Haut- und Wundinfektionen führen.

Um die Erreger nachhaltig zu entfernen, reicht normales Händewaschen meist nicht aus. Eine konsequente Hygiene und gezielte Sanierungsmaßnahmen mit antiseptischen Mitteln sind essenziell, um den Teufelskreis der Wiederansteckung im Haushalt zu durchbrechen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen