Warum eine Zwiebel neben dem Bett helfen kann
Die alte Hausmittel-Empfehlung, eine geschnittene Zwiebel neben das Bett zu legen, hat eine lange Tradition – besonders bei Erkältungen. Obwohl es klingt wie ein Ammenmärchen, steckt durchaus ein Körnchen Wahrheit dahinter. Die Schwefelverbindungen in der Zwiebel, wie Allicin, werden bei Verletzung des Zellen (also beim Schneiden) freigesetzt und wirken antibakteriell und entzündungshemmend.
Wie lange sollte die Zwiebel wirken? Um die volle Wirkung zu entfalten, empfiehlt es sich, ein Zwiebelsäckchen oder eine Schale mit rohen Zwiebelstücken die ganze Nacht neben dem Bett zu stellen. Die ätherischen Öle verdampfen langsam und können so die Schleimhäute der Atemwege beruhigen und die Durchblutung im Bereich der Nasennebenhöhlen anregen.
Einige Menschen legen das Zwiebelsäckchen sogar direkt ans Ohr – hier spricht man von der sogenannten „Zwiebelauflage“. Für diese Anwendung wird das Säckchen etwa ein bis zwei Stunden aufgelegt, um lokale Entzündungen zu lindern. Doch Vorsicht: Bei offenen Wunden oder empfindlicher Haut sollte man vorsichtig sein, da die scharfen Inhaltsstoffe reizen können.
Wichtig ist: Die Zwiebel ersetzt keinen Arztbesuch bei schweren Infekten. Doch als begleitende Maßnahme in der kalten Jahreszeit ist das Mittel harmlos und für viele tatsächlich hilfreich. Der intensive Geruch stört zwar manchen, andere empfinden ihn als beruhigend – vor allem, wenn dadurch der Schnupfen schneller verschwindet.
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