Herzdruckmassage bei Frauen: So wird’s gemacht
Im Notfall zählt jede Sekunde – besonders bei einer Herzdruckmassage. Viele Menschen zögern aus Angst, etwas falsch zu machen, besonders wenn es um Frauen geht. Doch die gute Nachricht: Die Technik unterscheidet sich bei Männern und Frauen nicht. Wichtig ist, dass du sofort handelst, wenn jemand bewusstlos ist und nicht normal atmet.
Beuge dich senkrecht über die betroffene Person und platziere die Handballen der überkreuzten Hände auf dem unteren Teil des Brustbeins – also in der Mitte des Brustkorbs, nicht seitlich an den Brüsten. Drücke mit gestreckten Armen kräftig und schnell: etwa 5 bis 6 cm tief, im Rhythmus von 100 bis 120 Stößen pro Minute. Eine hilfreiche Eselsbrücke: Die Beatmuster der Songs „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees oder „Nellie the Elephant“ entsprechen genau diesem Tempo.
Die Wiederbelebung muss kontinuierlich fortgesetzt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Person wieder selbst atmet. Auch wenn du keine Beatmung durchführst (nur Druckmassagen), leistest du bereits lebenswichtige Hilfe. Zögere nicht – Kleidung muss gegebenenfalls schnell geöffnet werden, um richtig ansetzen zu können.
Merke:Helfen rettet Leben. Selbst wenn du keine medizinische Ausbildung hast, kann deine sofortige Reaktion den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Mach dir keine Sorgen, dass du schädigst – der Körper im Notfall ist robuster, als du denkst. Konzentriere dich auf das Wesentliche: tief, schnell und ohne Unterbrechung.
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