Wie äußert sich eine Addison-Krise?

Bei Morbus Addison versagen die Nebennieren ihre lebenswichtige Funktion: Sie produzieren zu wenig der Hormone Cortisol und Aldoster. Cortisol hilft dem Körper, auf Stress zu reagieren und den Stoffwechsel zu regulieren, während Aldosteron den Wasser- und Salzhaushalt steuert. Wenn diese Hormone langsam abnehmen, entwickeln sich die Symptome schleichend – oft über Monate hinweg.

Auffällig ist häufig eine ungewöhnliche Braunfärbung der Haut, besonders an Stellen wie Knien, Ellbogen oder im Gesicht. Viele Betroffene klagen zudem über extreme Erschöpfung, Muskelschwäche und einen ständigen Blutdruckabfall, der zu Schwindel oder sogar Ohnmacht führen kann. Dazu kommen oft Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust.

Wenn sich diese Mängel weiter verschärfen, kann es zur lebensbedrohlichen Addison-Krise kommen – besonders in Stresssituationen wie Infektionen, Verletzungen oder Operationen. Plötzlich treten dann starke Bauchschmerzen, heftiges Erbrechen, Verwirrtheit und ein starker Blutdruckabfall auf. Ohne schnelle medizinische Hilfe droht ein Kreislaufkollaps.

Die Erkrankung ist selten, doch die Gefahr wird oft unterschätzt. Wichtig ist, dass Betroffene ihren Hormonmangel mit lebenslanger Ersatztherapie ausgleichen – und in Notfällen ein Notfallset zur Hand haben. Bei bekannter Diagnose hilft oft schon eine höhere Dosis Cortison, um eine Krise abzuwenden. Früherkennung und Aufklärung retten Leben.

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