Symptome einer Infektion mit Krankenhauskeimen erkennen
Eine Ansteckung mit einem sogenannten Krankenhauskeim – oft handelt es sich dabei um multiresistente Erreger wie MRSA – bleibt im ersten Moment häufig unbemerkt. Da viele dieser Bakterien auch bei gesunden Menschen auf der Haut oder in den Schleimhäuten vorkommen, ohne Schaden anzurichten, wird es erst gefährlich, wenn die Keime in geschwächte Organismen oder offene Wunden gelangen.
Typische Anzeichen einer aktiven Infektion ähneln oft denen anderer schwerer Erkrankungen. Betroffene leiden häufig unter plötzlichem Fieber, Schüttelfrost, allgemeinen Kopf- und Gliederschmerzen sowie einem stark beeinträchtigten Wohlbefinden. Welches konkrete Symptom auftritt, hängt jedoch vor allem von der Eintrittspforte und dem betroffenen Organ ab:
Tritt der Erreger über Atemwege ein, zeigt sich dies oft durch anhaltenden Husten oder Atemnot, was auf eine beginnende Lungenentzündung hindeuten kann. Nach einer Operation sind vor allem Beschwerden an Operationswunden ein klares Warnsignal: Wenn die Wunde schmerzt, gerötet oder geschwollen ist oder Eiter austritt, sollte unverzüglich gehandelt werden. Auch Harnwegsinfekte mit Schmerzen beim Wasserlassen sind keine seltene Folge.
Da die äußerlichen Anzeichen uneindeutig sein können, bringt meist erst eine medizinische Untersuchung Gewissheit. Bei Verdacht führen Ärzte Abstriche durch und bestimmen die Entzündungswerte im Blut (wie das C-reaktive Protein oder die weißen Blutkörperchen). Ein schneller Nachweis ist entscheidend, um gezielt mit geeigneten Antibiotika zu therapieren und eine Ausbreitung zu verhindern.
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