Wie gendergerecht formulieren?
Im Arbeitsalltag fragen viele: Wie spreche ich Kolleginnen und Kollegen richtig an? Die Antwort ist einfacher, als oft gedacht. Der Begriff Mitarbeiter im Plural meint traditionell alle, doch heute legen viele Organisationen Wert auf eine explizit geschlechtergerechte Sprache.
Die klare Form lautet: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Variante macht sichtbar, dass Frauen und Männer – sowie alle, die sich einer anderen Geschlechtsidentität zugehörig fühlen – gemeint sind. Wo es stilistisch passt, eignen sich auch neutrale Alternativen wie Team oder Personal. Diese Begriffe wirken oft flüssiger und vermeiden Wiederholungen.
In offiziellen Dokumenten, etwa im Vorlesungsverzeichnis, ist die Schreibweise mit Schrägstrich üblich: Mitarbeiter/innen. Sie spart Platz und bleibt geschlechterdifferenziert. Noch knapper geht es mit der Abkürzung Mitarb. – besonders in Tabellen oder Fußnoten, wo Raum begrenzt ist.
Die Universität Kiel etwa setzt sich aktiv für eine inklusive Sprache ein. Auf ihrer Website gibt es Leitfäden, die zeigen: Gendern muss nicht umständlich sein. Wichtig ist die Absicht – niemand ausschließen durch Sprache. Kleine Änderungen haben große Wirkung.
Letztlich geht es nicht um Perfektion, sondern um Respekt. Wer bewusst formuliert, schafft ein Umfeld, in dem sich alle wertgeschätzt fühlen. Und das beginnt bei einfachen Begriffen – wie dem Wort Mitarbeiter.
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