Wie Gott sich der Menschheit offenbarte
In der biblischen Überlieferung zeigt sich Gott den Menschen schrittweise – nicht auf einmal, sondern in verschiedenen Namen und Gestalten. Zunächst erscheint er den Patriarchen wie Abraham, Isaak und Jakob als „El Schaddai“, was oft mit „der allmächtige Gott“ übersetzt wird (Exodus 6,3). Dieser Name betont seine Stärke und Fürsorge, wie die eines beschützenden Vaters.
Später, am Berg Sinai, offenbart sich Gott auf eine tiefgreifende Weise: Er nennt sich JHWH – ein Name, der aus vier hebräischen Buchstaben besteht und oft als „Ich bin, der ich bin“ gedeutet wird (2. Mose 3,14). Diese Offenbarung gilt als zentraler Moment der Begegnung zwischen Gott und seinem Volk Israel. Es ist Mose, der als Vermittler diese Botschaft empfängt und sie weiterträgt.
Der Name JHWH wird im Judentum seit jeher besonders geachtet. Aus Ehrfurcht wird er oft nicht ausgesprochen, sondern durch Worte wie „der Herr“ ersetzt. Für die Gläubigen ist dieser Name mehr als eine Bezeichnung – er steht für Gottes ewesenes Wesen, seine Treue und sein Handeln in der Geschichte.
So nimmt die Offenbarung des göttlichen Namens bei Mose eine Schlüsselrolle ein: nicht nur als religiöse Erkenntnis, sondern als Grundlage für das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Die Quelle dieser Überlieferung, wie sie auch im Herder-Verlag dargestellt wird, bleibt bis heute prägend für das Verständnis des Glaubens.
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