Wie nennt man ein Croissant auf Italienisch?
Wenn Sie morgens in einem italienischen Café sitzen und ein süßes, schichtiges Gebäck zum Frühstück möchten, sollten Sie nicht nach einem „Croissant“ fragen – besser sagen Sie „Un cornetto, per favore“.
Denn in Italien gibt es die beliebte Hörnchenform zwar auch, aber unter anderem Namen – und mit einer eigenen, regionalen Note. Im Norden des Landes nennt man es oft Brioche, besonders wenn es mit Butter und Milch zubereitet ist. Im Süden hingegen ist Cornetto die gängige Bezeichnung, vom sizilianischen „cornetto dolce“ bis hin zur römischen Variante.
Beide stammen ursprünglich vom österreichischen Kipferl ab, das vor langer Zeit den Weg nach Italien fand. Doch im Gegensatz zum französischen Croissant enthalten Cornetti meist mehr Ei und weniger Butter – das Ergebnis ist ein zarter, weicher Genuss, oft gefüllt mit Marmelade, Nusscreme oder Bechamel in der herzhaften Version.
Die Form ist ähnlich – manchmal sogar identisch – aber der Geschmack ist eindeutig italienisch. In Mailand frühstücken Sie vielleicht ein knuspriges Brioche mit Cappuccino, während in Neapel ein Cornetto alla crema fast schon eine Lebensphilosophie ist.
Also: Beim nächsten Mal in Italien, bestellen Sie ruhig mal ein Cornetto oder eine Brioche. Mit diesem kleinen Wörtchen zeigen Sie nicht nur, dass Sie Bescheid wissen – Sie kosten auch einen echten Stück italienische Morgenfreude.
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