Was sind Marionettenfalten und woher kommt der Name „Merkelfalten“?
Die Falten um den Mund sind ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses, doch nicht alle werden gleich genannt. Besonders auffällig sind die sogenannten Mundwinkelfalten, die sich von den Mundwinkeln nach unten ziehen. Oft werden sie auch als Mundfalten oder Mentolabialfalten bezeichnet – Fachbegriffe, die in der Dermatologie geläufig sind.
Im Alltag spricht man heute jedoch häufig von „Marionettenfalten“. Dieser Name rührt daher, dass die Linien vom Mundwinkel bis hin zur Kinnlinie verlaufen und an die Fäden einer Marionette erinnern. Diese tiefen Furchen zählen zu den markantesten Falten im Gesicht und werden mit zunehmendem Alter deutlicher, da die Haut an Elastizität verliert und das darunterliegende Bindegewebe dünner wird.
Interessant ist auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Merkelfalten“. Der Begriff entstand vor einigen Jahren, inspiriert von der markanten Gesichtsfalte der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Obwohl der Name nicht wissenschaftlich ist, hat er Eingang in die alltägliche Sprache gefunden – ein Beispiel dafür, wie Kultur und Medien unsere Wahrnehmung beeinflussen.
Unabhängig vom Namen: Diese Falten sind kein Makel, sondern ein Zeichen gelebten Lebens. Viele Menschen akzeptieren sie heute bewusster – nicht zuletzt dank einer gesellschaftlichen Debatte über Natürlichkeit und Alterung. Wer sie jedoch optisch mildern möchte, greift oft auf Behandlungen wie Hyaluronsäure oder gezielte Pflege zurück. Am Ende bleibt eins klar: Jede Falte erzählt eine Geschichte – auch die um den Mund.
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