Was ist die Mitvergangenheit?

In der deutschen Grammatik bezeichnet man die Mitvergangenheit umgangssprachlich als eine Bezeichnung für das Präteritum – vor allem in Österreich ist dieser Begriff gebräuchlich. Das Wort „Präteritum“ stammt aus dem Lateinischen („praeteritum“ bedeutet „das Vorbeigegangene“) und beschreibt eine Zeitform, mit der vergangene Handlungen oder Zustände ausgedrückt werden.

Im Alltag wird das Präteritum in der gesprochenen Sprache eher selten verwendet – außer bei Modalverben und dem Verb „sein“. Statt „Ich spielte Fußball“ sagt man meist „Ich habe Fußball gespielt“, also die sogenannte Perfektform. Trotzdem spielt das Präteritum eine wichtige Rolle, besonders in der schriftlichen Sprache: In Romanen, Erzählungen oder Berichten ist es die übliche Form, um über die Vergangenheit zu berichten.

Beispiel: „Er ging durch den dunklen Wald und hörte ein Geräusch.“ – Hier steht das Verb „ging“ im Präteritum. Diese Zeitform verleiht dem Text oft einen berichtenden, distanzierten Ton, weshalb sie in der Literatur so beliebt ist.

Während in Deutschland vor allem „Präteritum“ oder „erste Vergangenheit“ gesagt wird, heißt es in Österreich oft „Mitvergangenheit“. Diese regionale Unterschiede zeigen, wie vielfältig die deutsche Sprache sein kann – je nach Land, Dialekt oder schulischer Tradition.

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