Was bedeutet „doppelt gemoppelt“?

Wer schon einmal einen Ausdruck gehört hat, der irgendwie überflüssig klingt, hat vermutlich einen Pleonasmus vor sich. Genau das ist gemeint, wenn man von „doppelt gemoppelt“ spricht: eine Redundanz, bei der mehr gesagt wird, als nötig wäre.

Ein typisches Beispiel ist der Ausdruck „alter Greis“. Da ein Greis per Definition bereits in hohem Alter ist, macht das „alte“ an dieser Stelle überflüssig – trotzdem klingt der Satz für viele einfach natürlicher. Solche Formulierungen dienen oft der Betonung oder der sprachlichen Gewohnheit.

Ebenfalls pleonastisch ist etwa „auseinanderdividieren“. Der Begriff „dividieren“ bedeutet bereits „teilen“, das „auseinander“ fügt hier kaum neue Information hinzu. Ähnlich verhält es sich mit Wendungen wie „freie Dosis“ oder „komm in meine Wohnung herein“ – auch hier wird mehr gesagt, als der Inhalt erfordert.

Interessanterweise sind viele dieser Formulierungen fester Bestandteil der Umgangssprache. Manche entstehen aus grammatikalischen Fehlern, andere dienen der Klarheit oder dem Rhythmus eines Satzes. So kann ein Pleonasmus sogar stilistisch gewollt sein, etwa in der Dichtung oder im Alltagsgebrauch, um bestimmte Inhalte hervorzuheben.

Letztlich ist „doppelt gemoppelt“ also nicht immer falsch – manchmal macht es die Sprache nur lebendiger. Dennoch lohnt es sich, besonders in schriftlichen Texten auf solche Redundanzen zu achten, um präzise und klar zu bleiben.

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