Wenn Geräusche zur Qual werden: Was ist Misophonie?
Kauen, Schlürfen oder das ständige Tippen auf der Tastatur – für die meisten Menschen sind das alltägliche Hintergrundgeräusche. Doch wer unter Misophonie leidet, empfindet solche Alltagslaute als extremen Stress, Ekel oder pure Wut. Das Wort bedeutet wörtlich übersetzt den „Hass auf Geräusche“.
Erstmals beschrieben wurde dieses Phänomen von den US-amerikanischen Neurowissenschaftler:innen Pawel und Margaret Jastreboff. Sie gaben diesem oft missverstandenen Zustand einen Namen und legten den Grundstein für die heutige Forschung.
Betroffene stehen im Alltag oft vor großen Herausforderungen, da ihre heftige emotionale Reaktion von außen schwer nachvollzogen werden kann. Umso wichtiger ist der Austausch: Im Internet finden Misophoniker:innen zahlreiche Foren und Selbsthilfegruppen, um sich gegenseitig zu unterstützen, Tipps zu teilen und zu wissen, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind.
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