Wie niedrig darf die Körpertemperatur sein?
Die klassische Körpertemperatur von 37 Grad Celsius gilt längst nicht mehr als der einzige Normalwert. Tatsächlich schwankt die individuelle Temperatur gesunder Menschen – je nach Tageszeit, Alter und körperlicher Verfassung – zwischen etwa 36,1 und 37,2 Grad. Neuere Studien zeigen sogar, dass sich die Durchschnittstemperatur des Menschen über die letzten Jahrzehnte leicht gesenkt hat.
Ab wann spricht man von einer zu niedrigen Körpertemperatur? Liegt der Wert unter 35 Grad, spricht man von einer Hypothermie, also einer Unterkühlung. Schon ab 35 Grad können erste Symptome wie Schüttelfrost, Müdigkeit und Verwirrtheit auftreten. Bei Werten unter 32 Grad wird die Lage lebensbedrohlich – dann ist medizinische Hilfe dringend nötig.
Bei gesunden Erwachsenen kann die Temperatur morgens ruhig mal bei 36 Grad liegen – das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Besonders ältere Menschen oder Personen mit langsamerem Stoffwechsel haben oft eine niedrigere Grundtemperatur. Wichtig ist der individuelle Vergleich: Wer sich schwach fühlt und gleichzeitig eine ungewöhnlich tiefe Temperatur misst, sollte einen Arzt konsultieren.
Interessant ist auch, dass Fieber nicht erst ab 38 Grad beginnt, wie oft angenommen. Schon ab 37,5 Grad kann der Körper auf eine Infektion reagieren – besonders bei Kindern. Die alte 37-Grad-Regel ist also längst kein unumstößlicher Standard mehr. Der eigene Körper kennt die Wahrheit am besten: Wer sich unwohl fühlt, sollte auf seine Signale hören – unabhängig vom Thermometer.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.